Ab in den Dschungel – Cuyabeno

In den Herbstferien wollten wir mal den richtigen Dschungel sehen. Also sind wir in den Nordosten des Landes, ins Cuyabeno Reservat gefahren. Zuerst muss man nach Lago Agrio (5-6h von Quito), dann zwei Stunden bis zur Anlegestelle am Rio Cuyabeno und danach fährt man zwei Stunden mit dem Boot bis zur Lodge (in unserem Fall die Jamu Lodge).

In Lago Agrio gibt es nicht viel zu sehen. Die Stadt lebt vom Öl, das in dieser Gegend reichlich vorkommt.p1170546
Einen Nachmittag kann man aber auch hier mit Kindern ganz angenehm verbringen, denn es gibt einen großen Park mit Spielplätzen und einem Jahrmarkt …p1170559 p1170556
… mit dem schönen deutschen Namen „Lorelay Parck“.

Im Hotel D`Mario, wo wir übernachtet haben, gibt es einfache Zimmer und interessante Fliesendekoration an der Wand:
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Knapp zwei Stunden von Lago Agrio führt eine Brücke über den Rio Cuyabeno. Von dort starten die Boote, die die Touristen zu den Lodges rund um die Laguna Grande im Cuyabeno-Nationalpark bringen. Wenn Gepäck, Vorräte und Benzin an Bord ist, kann es losgehen:p1170568 p1170569 p1170570Zu den weiter flussabwärts gelegenen Dörfern führen keine Straßen. Alles muss mit dem Boot transportiert werden – auch das neue Schlafzimmer:p1180024

Die Jamu Lodge bietet einfache Zimmer, einen Gemeinschaftsraum mit Bar und Hängemattenplätzen – insgesamt empfehlenswert.p1170641p1170877

Die meiste Zeit verbringt man im Motorkanu auf der Suche nach Affen, Vögeln, Flussdelfinen und sonstigen Urwaldbewohnern.p1170591
p1170640 Einige davon ließen sich auch fotografieren:p1170732p1170621… Wollaffen …p1180023
… ein Reiher …p1170601… erst einer …
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… dann zwei …
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… dann drei …
p1170616… dann vier Aras.

Andere Tiere sahen wir während der Landgänge durch den Wald:p1170716… zum Beispiel (essbare!) Termiten …p1170720… bull spider (den deutschen Namen habe ich bis jetzt nicht herausgefunden) …p1170748… Mini-Kröten …p1170858… riesige Taranteln …p1180015… kleine Schlangen: hier eine Boa …p1170916… und Tukane, hier vermutlich ein sog. Halsbandarassari.

Auch die Pflanzenwelt zeigt so mache Kuriosität:p1170745p1170714p1170749

Wir haben aber nicht nur Flora und Fauna kennen gelernt, sondern auch ein Dorf besucht:p1170881Dort leben etwa 30 Einwohner in solchen Häusern:p1170943 Aber es gibt einen Fußballplatz mit Tribünen:p1170922… und eine Kneipe:p1170924

Marisol, eine Bewohnerin des Dorfes, hat uns gezeigt, wie man Yuca-Brot backt. Das ist eine Art Fladenbrot, das nur aus Yuca (auch Maniok oder Cassava genannt) besteht:p1170932Man zieht die Knolle aus der Erde …p1170937… schält, wäscht und raspelt sie …p1170949 p1170957
… dann wird die Flüssigkeit rausgepresst …p1170966… und schon kann man ohne weitere Zutaten daraus Fladen backen. Diese sind getrocknet lange haltbar und gehören zu den Grundnahrungsmitteln der lokalen Bevölkerung.

Außerdem besuchten wir noch den örtlichen Schamanen, der uns seine Rituale demonstrierte. Dazu muss man sich mit Achiote (der Frucht des Annattostrauches) die Geschichter rot anmalen.
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Zum Abschluss demonstrierte er uns noch, wie man mit dem Blasrohr umgeht:p1170907

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Besonders schön – vor allem am Abend – ist die Laguna Grande, ein paar Bootsminuten von der Lodge entfernt:p1170760In diesem großen See, in dem man übrigens auch schwimmen kann, wachsen viele Bäume im Wasser. Nur 1-2 Monate pro Jahr liegt die Lagune trocken.p1170765 p1170770Der Sonnenuntergang auf der Laguna ist wundervoll: p1170840p1170807p1170821p1170977p1180003 p1180004

Auf dem Rückweg haben wir noch einmal in Papallacta übernachtet. Dort haben wir eine kleine Wanderung gemacht …p1180136
p1180144… und zum ersten Mal den Antisana in seiner ganzen Pracht bewundern können:p1180174

Das Letzte: In der Hosteria El Reventador (von Übernachtung wird abgeraten) gibt es Fleisch, das man lesen kann … oder kann das Fleisch lesen?p1180104

Das Allerletzte: Gruselclowns oder so schön kann Mülltrennung sein …p1170542