Das verlängerte Wochenende um Fastnacht haben wir für einen Kurzurlaub im „Dschungel“ genutzt. Wenn man von Cumbayá aus nach Osten fährt, überquert man zuerst die Berge beim Kurort Papallacta und dann geht’s runter. Meter für Meter nehmen Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu. In der Lodge „Hakuna Matata“ (recht teuer, aber schon noch empfehlenswert) zwischen Archidona und Tena hatten wir uns ein Zimmer reserviert:
Zur Lodge gelangt man nur über eine mehr oder weniger löchrige Hängebrücke. Es kommt zwar nur selten vor, aber es gibt Situationen, da wünscht man sich doch ein kleineres Auto:
Die Umgebung der Hakuna-Matata-Lodge ist zwar noch nicht wirklich Dschungel, aber es fühlt sich schon ein wenig so an und natürlich ist die Vegetation ganz anders als oben in den Bergen von Quito:
Es gibt skurrile Pflanzen … 
… Kakao …

… hängende Nester (von was weiß ich gerade nicht mehr) …
merkwürdige Gespinste …
… und riesige Palmen.
Ein Ausflug führte uns an den Rio Napo, ein Zufluss zum Amazonas. Dort fährt man mit sog. lanchas, also langen, schmalen Holzbooten mit Außenbordmotor. Wir ließen uns von der Bootsanlegestelle Puerto Ahuano zur Tierauffangstation „AmaZOOnico“ fahren. Dort werden beschlagnahmte, illegal gefangene Tiere auf ihre Auswilderung vorbereitet oder wenn dies nicht mehr möglich ist, erhalten sie dort einen artgemäßen Lebensraum und werden von den freiwilligen Helfern versorgt.


An der Anlegestelle, wo auch eine Autofähre den Fluss überquert, geht es ganz gemütlich zu:
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Ein almuerzo, also das „Tagesmenü“, kostete hier – wie meistens – 3 Dollar und als Vorspeise gab es – wie meistens – eine Hühnersuppe, diesmal allerdings besonders reichhaltig.
Aber es geht doch nichts über ein Eis zum Nachtisch!
Nach dem Ausflug auf dem Rio Napo besuchten wir den Ort Misahualli. Die Anfahrt führte uns – mal wieder – über eine schwankende Hängebrücke. Die Fußgänger ziehen beim Vorbeifahren einfach ein wenig den Bauch ein, dann passt das schon:
Misahualli ist wohl so etwas wie die Karnevalshochburg der Region. Jedenfalls sah man die Spuren der Party der letzten Nacht noch deutlich und der kleine Ort war voller Menschen. Marktstände aller Art gab es natürlich auch:
Was hier hängt ist Maito. Darin wird hier der Fisch eingewickelt und auf den Grill gelegt, siehe unten:
Pause machen und am Handy spielen … immer sehr beliebt.
Zu Fastnacht ist es hier üblich, dass man sich mit Schaum aus Dosen besprüht.
Autovermietung gegen geringe Gebühr – Führerschein nicht erforderlich!
Schräg gegenüber von Misahualli auf der anderen Flussseite gibt es eine Gemeinschaft von Indigenen, die davon leben, dass sie den Touristen ihre traditionelle Lebensweise zeigen. Es gibt Tanz, chicha, Urwaldtiere und jede Menge Souvenirs:

Berufsbedingt interessierte uns natürlich auch die Schule des Dorfes und die Besichtigung war aufgrund der offenen Bauweise inklusive. 
Über der Tafel die Begrüßung auf Spanisch und Quechua und an der Wand die Reihe der wichtigen Persönlichkeiten, von den Inka-Fürsten bis zu den ecuadorianischen Präsidenten. Der aktuelle fehlte allerdings. Dessen Ablichtung gab es dafür im Restaurant … scheint wohl mal da gewesen zu sein:
Das folgende kommt dabei raus, wenn man dem Parkplatzwächter in Misahualli sagt, was für ein Auto man geparkt hat, weil man noch keine Nummernschilder hat:
„For Splorad“ = Ford Explorer !?
Außerhalb von Tena fährt man an diesem skurrilen Gebäude vorbei:
Wir dachten zuerst, es wäre die Investitionsruine eines gescheiterten Hoteliers, aber es war wohl eine Universität!
Sie kann allerdings nicht lange in Betrieb gewesen sein.