Puyo

Das Fastnachtswochenende haben wir in Puyo und Umgebung verbracht: P1240021La Casa del Rio B&B außerhalb des Ortes können wir empfehlen.P1230981P1240087 P1240118P1240160 P1240122P1240313P1240186 P1240139Das sind uvas del monte – die Schalen sind etwas hart aber die Früchte sind ganz lecker.

In der Nähe von Puyo gibt es einen Aussichtspunkt über dem Rio Pastaza:P1240172 P1240188Wer nicht nur gucken will, kann auch an einem Seil in die Aussicht reinschwingen.

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt kann man eine kurze Dschungelwanderung zu einem schönen Wasserfall machen (Sendero Hola Vida), in dem man auch schwimmen kann:
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Hier ein besonders schönes Beispiel ostecuadorianischer Sakralarchitektur des 20. Jahrhunderts:P1240301P1240323Der Ort Puyo ist nicht besonders attraktiv, obwohl der Uferbereich ganz ordentlich gemacht ist und die Jungs aus dem Ort die Leute mit wagemutigen Sprüngen beeindrucken:P1240320

An Fastnacht sind immer besonders viele Menschen unterwegs – und viele von ihnen fahren natürlich hinten mit:P1240303 P1240335 P1240337 P1240339 P1240340 P1240345 P1240350P1240366

Als neue Kategorie gibt es diesmal Kommunalwahlplakate aus der Provinz Tungurahua:P1240359 P1240363 P1240364

Der Bundespräsident

Im Februar war die ganze deutsche Community in Ecuador im Zustand höchster Alarmbereitschaft: Der Bundespräsident kam zu Besuch. Dank Manus Engagement im Vorstand der Damas Alemanas waren wir zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Quito an Frank-Walter Steinmeier eingeladen. Die Zeremonie fand – mit weit über einer Stunde Verspätung – in der Kirche La Compania de Jesús statt:  P1230816 P1230832 P1230835 P1230839Frank-Walter Steinmeier und Mauricio Rodas, der Bürgermeister von Quito P1230843
Für Maristela viel wichtiger als der Bundespräsident war Ralf von der Sendung mit der Maus, der in der Delegation des Präsidenten mit dabei war und ihr eine angeblich selbst ausgeschnittene Maus geschenkt hat. Hier ist sie:P1230812

Nach der Veranstaltung hatten wir noch die Gelegenheit, einen Blick von der Dachterrasse des Hotels Gangotena auf die Plaza San Francisco zu werfen:  P1230848 P1230850

Kommt er oder kommt er nicht?

Lange war nicht klar, ob im engen präsidialen Terminplan noch Zeit für einen Besuch in der Deutschen Schule sein würde. Am Ende hat die Zeit gereicht und er schaute am Freitagnachmittag kurz vor seinem Rückflug noch vorbei. Er wurde von hunderten Schülern erwartet:P1230886 P1230888

Unser Direktor, Jürgen Haist, führte Steinmeier über das Gelände:P1230895 P1230898 P1230899 P1230902

Rosenplantage

Auf dem Weg nach Papallacta haben wir eine Rosenplantage besichtigt. Die Rosen werden in Gewächshäusern gezüchtet, weil es nicht auf sie regnen darf. P1230597Auf dieser Plantage werden sie dann mit Pferdewagen zum Verpacken gebracht:P1230591P1230610Die Rosen werden nach Farbe, Qualität und Länge sortiert und für den Export verpackt:P1230624P1230617P1230612Rosen sind eines der Hauptexportprodukte Ecuadors.

Bolivien

Unser Reiseziel für die Weihnachtsferien 2018/19 hieß Bolivien. P1220366Zuerst verbrachten wir einige Tage in La Paz, flogen von dort nach Sucre und fuhren dann im Mietwagen durchs Land, bis wir wieder in die Hauptstadt zurückkehrten. La Paz ist sicherlich keine „schöne“ Stadt. Die Altstadt ist über weite Strecken verbaut und heruntergekommen bis auf eine hergerichtete Straße: P1220385Es gibt wenig Grün und da die Stadt auf einer Höhe von 3600 bis 4000 m liegt, ist das Klima auch nicht immer angenehm, aber interessant ist es doch, zum Beispiel wegen der Leute:P1220409P1220418P1220421P1220424P1220450Rund um die Calle Linares gibt es nicht nur die üblichen bunten artesanias zu kaufen, sondern auf dem Hexenmarkt auch Utensilien für Magie und Rituale. Dazu gehören neben allerlei Kräutern und Tinkturen auch mumifizierte Lamababies: P1220452 P1220458 P1220459Mit solchen Opfergaben versucht man das Schicksal/die Götter/die Dämonen(?) gnädig zu stimmen und die Erfüllung von Wünschen zu fördern:
P1220469P1220468Typische Straßenszenen:P1220478P1220578Wir haben schon manche Kabelsalate gesehen, aber La Paz bzw. Bolivien generell spielt in dieser Liga sicherlich ganz oben mit:P1220375P1220445P1220925

Ein Muss in La Paz ist der Tagesausflug ins weltberühmte Tiahuanaco/Tiwanaku. Dort war das Zentrum der gleichnamigen Kultur, die zwischen 300 v. Chr. und 1000 n. Chr. eine hoch entwickelte Zivilisation und ein großes Reich bildete, das Gebiete des heutigen Peru, Bolivien, und Chile umfasste. Tiahuanaco gilt als Vorläufer der Kultur der Inkas.  P1220498 P1220501 P1220516Das bekannte Sonnentor, das aus einem Gesteinsblock gehauen wurde mit dem Schöpfergott Viracocha im Zentrum. P1220518 P1220533 P1220536 P1220548P1220555 P1220549Bis heute können sich die Archäologen nicht erklären, wie es den Menschen aus Tiahuanaco möglich war, das beim Tempelbau verwendete Andesit-Gestein so exakt zu schneiden.

Ein weiteres Muss in La Paz ist die Stadtrundfahrt per Seilbahn. In den letzten Jahren wurden Seilbahnen (Teleférico) für den öffentlichen Nahverkehr kreuz und quer durch die Stadt gebaut. Wie bei einer Metro gibt es verschiedenfarbige Linien und die Gondeln fahren im Sekundentakt. Auf diese Weise kann man die eindrucksvolle Lage der Stadt von oben bewundern.P1220406
Auf dem Hochplateau oberhalb von La Paz ist auf über 4000 Metern eine eigene Stadt entstanden mit dem bezeichnenden Namen „El Alto“, ein Moloch aus roten Ziegelsteinen, Minibussen und Staub. P1220393Zum Glück gibt es den Teleférico, mit dem man über die Dächer hinwegschweben kann.
P1220561 P1220566In El Alto liegt auch der Flughafen von La Paz – eingerahmt von Sechstausendern.P1220602Mit Boliviana de Aviación ging es von dort aus nach Sucre.P1220604

Sucre

Im Gegensatz zu La Paz hat Sucre eine wunderschön erhaltene koloniale Altstadt und auf ca. 2500m gelegen ein sehr angenehmes Klima. Sucre ist sozusagen die „Ehrenhauptstadt“ Boliviens. Die Regierung befindet sich zwar komplett in La Paz, aber Sucre hat den Obersten Gerichtshof und den Titel. Das ist für Ecuador sehr praktisch, denn so ist La Paz nominell keine Hauptstadt und deshalb darf Quito das Etikett „höchstgelegene Hauptstadt der Welt“ tragen.P1220619 P1220622 P1220629 P1220637P1220788P1220793

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Zwischen Sucre und dem Bistum Trier gibt es übrigens eine intensive Verbindung, da der Erzbischof von Sucre von 1951-1983, Josef Clemens Kardinal Maurer (s.o.), aus dem Bistum Trier, genauer gesagt aus dem saarländischen Püttlingen stammte.

Von Sucre aus ist in etwa einer Stunde der Ort Tarabuco zu erreichen, wo es sonntags einen großen Markt gibt, zu dem die Bewohner der umliegenden Dörfer kommen. Teilweise werden auch noch traditionelle Trachten getragen.P1220667 P1220669 P1220672P1220696P1220747P1220748P1220750P1220688Das Warenangebot umfasst u.a. selbstgedrehte Zigaretten und reinen Trink(!)alkohol …P1220673… Cocablätter und die fürs Kauen benötigten Utensilien …P1220682P1220681… Zuckerplättchen und kopierte Geldscheine für die Opfertische … P1220684P1220700… Schuhe aus Autoreifen …P1220665… Kuhköpfe …P1220740… und Holzpflüge:P1220774Ob der Fernseher zu verkaufen war, konnten wir nicht feststellen:P1220772Abseits vom Marktgeschehen scheint in Tarabuco die Zeit stehengeblieben zu sein:P1220768P1220760Aber es gibt auch einen ganz modernen Spielsalon und Graffiti:P1220674P1220776

Potosí

Den Jahreswechsel verbrachten wir in Potosí, der einstmals reichsten Stadt der Welt. Aus diesem Berg, dem Cerro Rico, ließen die Spanier im 16. und 17. Jahrhundert gigantische Mengen an Silber herausholen:P1220835 P1220851Leider war die berühmte Casa de la Moneda wegen Neujahrsfeiertag geschlossen. Sie ließen uns nur einen kurzen Blick in den ersten Innenhof werfen:P1220841P1220920P1220927
An den Kirchenfassaden kann man noch den früheren Reichtum erkennen.

Den Bergbau gibt es bis heute, aber er ist kaum noch lukrativ. Die mineros arbeiten in Kooperativen und graben vor allem nach Zinn. Mörderisch ist die Arbeit aber auch heute noch. Sicherheitsvorkehrungen gibt es kaum. Die Arbeiter atmen Unmengen an Staub ein und hantieren mit giftigen Substanzen. Um den Arbeitstag durchzustehen, kaut man Cocablätter. In den Läden und Märkten der Stadt gibt es entsprechenden Bergarbeiterbedarf. Abraumhalden „zieren“ die Umgebung des Cerro Rico.P1220950P1220940P1220942P1220948P1220932

Am 1. Januar veranstalteten die Bewohner des Viertels San Benito in Potosí einen Umzug mit ihrer Jesusfigur. Viele Häuser stellen Altäre auf die Straße. An diesen stoppt die Prozession und der Pfarrer spricht ein Gebet. Rund herum gibt es Jahrmarktattraktionen.P1220893P1220908P1220901P1220889P1220883P1220878Das bolivianische Karussell braucht sich hinter dem kubanischen (vgl. Januar 2016) und dem nicaraguanischen (vgl. April 2018) nicht zu verstecken.

Wer am 1. Januar in Potosí strandet, sollte vorher eingekauft haben, denn fast alle Restaurants sind geschlossen. Nur Kuchen gibt es genug:P1220929

Die Strecke von Potosí nach Uyuni ist landschaftlich sehr beeindruckend:P1220970 P1220978 P1220982 P1220985 P1220991 P1220996 P1230006 P1230010

Uyuni

Die Stadt Uyuni liegt auf einer kahlen Hochebene und hat außer Tourismus-Agenturen nichts zu bieten.P1230015 Die große Attraktion ist der nahegelegene Salar de Uyuni, der Touristenströme aus der ganzen Welt anzieht. In der Nähe des Eingangs zum Salar bei dem Ort Colchani gibt es einige Salzhotels. Wir waren im Luna Salada. Es ist komplett aus Steinsalz aus dem Salar gebaut. Auch der Fußboden in den Fluren und ein Großteil der Dekoration besteht aus Salz.P1230036 P1230048Wir haben eine Tagestour auf dem Salar gemacht. Das ist die Einfahrt.P1230378Danach eröffnen sich über 10.000 km² Salzwüste:P1230089 P1230095 P1230108 P1230123 P1230131  P1230163 P1230168 P1230185 P1230188 P1230217P1230271P1230282P1230207P1230450P1230255Hier werden Salzblöcke als Baumaterial geschnitten.P1230321

Oruro

Unsere letzte Station vor dem Heimflug von La Paz war die Bergarbeiterstadt Oruro. Sie ist berühmt für ihren Karneval, ist aber ansonsten bestenfalls für einen kurzen Zwischentopp geeignet. Schön ist die Statue der „Virgen del Socavon“, wörtlich übersetzt die Jungfrau des Schachts.P1230492
Außerdem gab es einen Markt mit traditonellem Essen …P1230495 P1230496… ein Monument, das an eine Bergarbeiterrevolte erinnert …P1230497
… und einige skurrile Gebäude …P1230475
Wegen der Regenzeit bildeten sich in den Außenbezirken von Oruro entlang der Straßen Tümpel aus Dreck und Müll. Auf dem Foto sieht man keineswegs eine aufgegebene Baustelle, sondern so sehen normale Wohnstraßen aus:P1230515

Sonstiges

Darunter fällt – natürlich auch in Bolivien – die Kategorie „Hinten Mitfahren“:P1220928P1230465P1220662P1220766P1230384Außerdem: Menschen …P1230506P1230512Farben:P1220467
P1220451P1230511Landleben:P1220812 P1220825… und die Rechnung:P1230476

Biennale in Cuenca

Im Rahmen der Biennale gab es in Cuenca wieder tolle Kunstwerke zu entdecken. Hier einige Eindrücke:P1210756 P1210757 P1210764 P1210789 P1210792 P1210799 P1210844 P1210853P1220108

Außerdem gab es ein Lichterfest für die Virgen aus der Kirche Santo Domingo …P1210890P1210884… einen schönen Blumenbalkon …P1210866… Hutgeschäfte …P1210971… eine riesige Krippenlandschaft in der Kathedrale …P1220145… und ein Christkind zu Pferd mit LED-Beleuchtung:P1220001

Carmina Burana

Ende November sang Manu mit dem Chor der Deutschen Schule und dem ecuadorianischen Symphonieorchester die Carmina Burana. Hier das Konzert in der Casa de la Musica in Quito:P1210685

San Cristóbal – Galapagos

Unser Reiseziel für die Herbstferien hieß Galapagos, genauer gesagt San Cristóbal. Diese Insel ist auch per Flugzeug direkt vom ecuadorianischen Festland aus zu erreichen. Im Hafenort Puerto Baquerizo Moreno waren wir im Hotel Casa Opuntia einquartiert. P1210672Das Hotel liegt direkt an der Uferpromenade und wenn man rausgeht, trifft man gleich auf die Seelöwen, die die kleinen Strände bevölkern. Wir haben viele Stunden damit verbracht, einfach nur die Tiere zu beobachten.P1210421 P1210420 P1210419P1210163P1210131 P1210129P1210084P1210543 P1210541P1210204Außer den Seelöwen hängen dort natürlich auch noch andere Galapagos-Bewohner rum:P1210503P1210508P1210507P1210493P1210496P1210096P1210191P1210090

Ein Ausflug über die Insel – es gibt nur eine Straße – führt zunächst zu einem riesigen, uralten Kapokbaum (El ceibo) mit einem zweistöckigen Baumhaus, in das Maristela gleich einziehen wollte …P1210325

Dann kann man ein Schildkrötenreservat besuchen:P1210350 P1210347

Die Straße endet am sog. Puerto Chino, einer kleinen Bucht mit einem herrlichen Strand, an dem man auch schwimmen kann – vorausgesetzt die Seelöwen lassen einen ins Wasser …P1210389 P1210376 P1210362

Obwohl die Inseln aufgrund der Wasserknappheit insgesamt recht karg sind, hat die Pflanzenwelt doch auch Faszinierendes zu bieten:P1210646GranatäpfelP1210443FrangipaniP1210645 P1210644KapokP1210400OpuntienP1210475P1210215und interessante Baumrinden.

Was der Mensch dann noch so an Skurrilem hinzufügt, sieht man hier:P1210281P1210277P1210439P1210656P1210271

Auf Wiedersehen Galapagos!P1210282

Baños

Für das lange Wochenende um den 9. Oktober haben wir uns in Baños im Hotel Luna Runtun hoch über der Stadt einquartiert. Hier einige Eindrücke:P1200856P1200859 P1200866P1200903P1200925P1200918P1200938P1200937