Da ich in diesem Schuljahr Klassenlehrer des VI. Kurses, also einer Abiturklasse bin, gehörte es zu meinen Pflichten, für drei Tage nach Mindo zu einem Lerncamp zu fahren, um die „Kinder“ intensivst auf das schriftliche Abitur vorzubereiten. Wer jetzt Lerncamp eher mit Bootcamp assoziiert, liegt falsch. Ohne Schüler sah es dort so aus: 
Trotzdem wurde natürlich vor allem hart gearbeitet.
Archiv für den Monat: Januar 2017
Kunst am Bau
Neben uns wird ja seit fast zwei Jahren ein Haus gebaut. Und so langsam nähert es sich der Fertigstellung. Dabei kann man immer wieder Kunst am Bau bewundern, wie hier zum Beispiel die Kunst, eine authentisch aus Naturmaterialien gezimmerte Leiter in der Schiefe des Raumes so zu positionieren, dass dieses Arrangement überkommene Konzepte wie Arbeitsschutz und Schwerkraft desavouiert und dekonstruiert:
Kuba II
Weil wir es letztes Jahr so spannend fanden, haben wir diese Weihnachtsferien wieder in Kuba verbracht. Diesmal allerdings hauptsächlich im Osten der Insel, also in Santiago de Cuba, Baracoa, Gibara und im Strandhotel Playa Pesquero. Aber natürlich ist Kuba undenkbar ohne Havanna:

Blick auf Havanna vom Castillo de los Tres Reyes del Morro auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht.
Die Kathedrale
Das Kapitol (wird immer noch renoviert, übrigens mithilfe einer deutschen Projektberatung – kann also noch eine Weile dauern)
Edificio Bacardi
Gran Teatro de la Habana bei Nacht
Castillo de la Real Fuerza – die älteste von Europäern gebaute Festung Amerikas
Das ehemalige Haus von Che Guevara (li.) und der Christus von Havanna (re.)
Ansichten der Altstadt – Habana Vieja:

Santiago de Cuba ist mit ca. 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt. Im Vergleich zu Havanna wirkt sie allerdings eher wie ein größeres Dorf. Zu sehen gibt es hier …
… eine Kathedrale …
… das Rathaus, von dessen Balkon Fidel Castro den Sieg der Revolution verkündete …
… die ehemalige Moncada-Kaserne (heute eine Schule), auf die Fidel Castro und seine Mitstreiter am 26. Juli 1953 einen Überfall verübten. Sie wollten damit das Startsignal für eine landesweite Revolution geben, scheiterten jedoch tragisch. Viele Kämpfer starben und Fidel Castro musste ins Gefängnis …
… die Plaza de la Revolución mit einem Denkmal für den kubanischen Freiheitskämpfer Antonio Maceo …
… und die aktuell wohl meist besuchte Sehenswürdigkeit: Das Grabmal von Fidel Castro, der hier Mitte Dezember beigesetzt wurde.
Neben Fidel und dem größten kubanischen Nationalhelden aller Zeiten, José Martí, liegt hier auch der berühmte Emilio Bacardi.
Falls mal jemand dringend telefonieren muss …
Am Eingang der Bucht von Santiago liegt die eindrucksvolle Festung „El Morro“:

… mit Blick auf die Fischerinsel „Cayo Granma“.
Wenn wir da sind, fährt auch Manus Schiff vorbei.
Weitere Eindrücke aus Santiago:





Das Wohnzimmer der casa particular, in der wir in Santiago übernachtet haben
Von Santiago fährt man eine gute Stunde bis nach Guantanamo. Die Stadt ist touristisch völlig unerschlossen. Das bedeutet, dass man am späten Nachmittag kreuz und quer durch die Innenstadt laufen kann, ohne ein Restaurant zu finden, das gleichzeitig geöffnet und was zu essen hat.
Mit viel Hunger und großer Hoffnung sind wir in diese „Cafeteria“ gegangen, doch dort nimmt man den Namen sehr wörtlich. Es gibt nur Kaffee, Zigarren und Streichhölzer. Zum Glück haben wir in einem Hotel etwas außerhalb aber noch diese kulinarischen Highlights ergattert:
Sehenswürdigkeiten gibt es in Guantánamo nicht. Trotzdem ist der Name weltbekannt, vor allem wegen der US-amerikanischen Militärbasis. Diese kann man aber nur aus gebührendem Abstand beobachten. Will man näher als 30 km ran, braucht man eine Genehmigung des kubanischen Militärs. Da bringt auch der 20fache Zoom nur noch begrenzt was:
Von Guantánamo führt eine extrem kurvige Straße über die Berge in das Küstenstädtchen Baracoa. Dort wütete Anfang Oktober Hurricane Matthew. In der Stadt sieht man zwar nur noch recht wenige Schäden, aber so sieht die Landschaft in der Umgebung aus:
In Baracoa selbst gibt es keine großartigen Sehenswürdigkeiten …
dafür aber einen interessant gelegenen Flughafen …
… den berühmten Tafelberg „El Yunque“ …
… Wildwest-Atmosphäre …
… ein Hotel mit Pool, den man auch benutzen kann, ohne dort Gast zu sein …
… ein Kreuz, das angeblich Christoph Kolumbus dort aufgestellt hat …
… eine karibische Bucht, die man auch als „authentisch“ und „vom Massentourismus unberührt“ bezeichnen könnte …
… und in der man in Plattenbauten direkt am Strand wohnen kann. Beliebtes Ausflugsziel für Baracoa-Reisende ist der Fluss Yumuri, auf dem man Bootsfahrten unternehmen kann:
In Baracaoa verbrachten wir einen der ruhigsten Silvesterabende unseres Lebens und fuhren dann weiter über Santiago in Richtung Gibara an der nordwestlichen Küste Kubas. Auf dem Weg dorthin besuchten wir Fidel Castros Geburtshaus in der Nähe des Örtchens Birán oder besser gesagt das riesige Anwesen, das sein Vater dort ca. 1 Stunde nördlich von Santiago besaß. Man sieht dort u.a.
… sein Elternhaus …
… das Haus seiner kubanischen Großmutter (die Großeltern väterlicherseits lebten in Galizien) …
… das Auto seines Vaters (Ford, Baujahr 1913) …
… und die zur Finca gehörende Hahnenkampfarena. Bei der Landreform nach der Revolution wollte Castro übrigens mit gutem Beispiel vorangehen und ließ auch vom riesigen Landbesitz seines Vaters einen Großteil enteignen.
Im Küstenort Gibara gibt es auch keine großartigen Sehenswürdigkeiten, doch gefiel er uns wesentlich besser als Baracoa, irgendwie schöner und gemütlicher …

Luffa-Gurke mit Salamander

Bevor wir nach Havanna zurückflogen, erholten wir uns noch drei Tage im Strandhotel Playa Pesquero bei Guardalavaca. Die künstlichen Paradiese der Pool- und Palmenlandschaft haben durchaus ihren Reiz und man kann sich trotz sonnenverbrannten Engländern und durchwachsenem All-Inclusive-Essen an das Faulenzen im Liegestuhl gewöhnen:

Neu! … die Kategorie „Einzelhandel“:
Obst und Gemüse
Metzgerei – städtisch
Metzgerei – ländlich
Gemischtwarenladen
Rum-Geschäft – Abfüllung in mitgebrachte Plastikflaschen möglich.
Obst und Gemüse mit vorgelagerter Holzbildhauerwerkstatt (in Guantanamo)
Einkaufsmeile von Santiago de Cuba
Lebensmittel und Drogerieartikel
… keine Ahnung, ob es hier überhaupt was gibt.
Diesmal eher knapp … die Kategorie „Propaganda“:
„Die für das Leben sterben, kann man nicht tot nennen.“
„Die Errungenschaften unserer Zeit und die Hoffnung aller Zeiten hängen von uns ab.“
„Die Einigkeit ist unsere strategische Waffe.“
„Kuba ist Fidel.“ 
„Fidel ist das Volk.“
Diesmal ganz ausführlich … die Kategorie „Autos“:













In diese Kategorie gehört natürlich auch der ÖPNV, der auf Kuba normalerweise so aussieht:

Und schließlich der Private Personennahverkehr (PPNV) oder besser bekannt als … „hinten mitfahren“:



