Puerto Rico und Guadeloupe

Will man von Ecuador nach Deutschland, liegt die Karibik ja auf dem Weg. Also haben wir im Juli dem Heimaturlaub noch zwei Zwischenstationen vorgeschaltet: Puerto Rico und Guadeloupe.

PUERTO RICO

Nach unserer Ankunft in San Juan sind wir direkt weitergereist zur vorgelagerten Insel Vieques. Dort wollten wir den Leuchtplankton sehen. In einer Bucht in Vieques leben Mikroorganismen, sog. Dinoflagellaten, die bei Bewegung des Wassers ein blaugrünes Licht aussenden. Da man dieses nächtliche Schauspiel aber leider nicht fotografieren kann, gibt es nur Bilder bei Tageslicht.

Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Man fliegt mit einer Britten-Norman Islander mit Kapazität für 9 Passagiere:P1260456 P1260459Jeder darf ins Cockpit, die Räder sind kaum größer als die unseres Ford Explorer und man kann sogar das Fenster aufmachen. P1260463Auf Vieques gibt es neben der sog. „Bio-Bay“ auch wunderschöne Strände, die immer wieder von wilden Pferden besucht werden:P1260468P1260522Manchmal muss man mit dem Abduschen eben warten, bis die Pferde getrunken haben. Es ist definitiv nicht überlaufen und man findet immer einen gemütlichen Schattenplatz unter einer Palme.P1260497P1260516P1260500P1260530

Nächste Station auf unserer Rundfahrt in Puerto Rico war die Stadt Ponce im Süden der Insel. Dort gibt es nicht besonders viel zu sehen außer der berühmten alten Feuerwehrstation …P1260540… und einem Kunstmuseum:P1260616

Danach fuhren wir in den Westen der Insel in den gemütlichen Strandort Rincón. Hier ein Blick auf die Hotelanlage:P1260632Hier ist die Westspitze Puerto Ricos:P1260639Es war kein Zufall, dass Anfang der 60er hier im extremen Westen möglichst weit weg von San Juan ein kleines Atomkraftwerk gebaut wurde. Zum Glück ist die Anlage nicht mehr in Betrieb, aber sie gibt heute dem sog. Domes Beach sein skurriles Aussehen:P1260645P1260671Weitere Eindrücke aus der Umgebung:P1260715P1260720P1260670P1260705Hier gibt es ein kleines Haus, quadratisch, eine Palme an jeder Ecke, Rasen frisch gemäht, zu verkaufen:P1260763Außerdem mit Blick auf die in Puerto Rico endemische Spiralpalme (Diese Information ist nicht belegt.)P1260767

In den Bergen in der Mitte der Insel gibt es ein riesiges Radioteleskop, das einmal das größte der Welt war und vor allem durch seinen Einsatz im James Bond-Film Golden Eye berühmt wurde, das Arecibo Observatory:P1260805Der Spiegel hat einen Durchmesser von 305 Metern. In 137 Metern Höhe hängt die 800 Tonnen schwere Instrumentenplattform. P1260787P1260799In der ganzen Anlage sind jede Menge Stahlseile verbaut:P1260790Im Kontrollzentrum laufen uralte Rechner, manche schon seit über 20 Jahren ohne Unterbrechung:P1260771

Puerto Ricos Hauptstadt San Juan ist vor allem berühmt für seine schön renovierte koloniale Altstadt:P1260844P1270007P1270061P1270046P1270044P1260845P1260822
Diese Statue erinnert an den Gründer San Juans und Entdecker Floridas, Juan Ponce de León.P1270090Es ist schwierig zu fotografieren, aber das Pflaster der Altstadt schimmert ganz blau.

Eine Straße der Altstadt ist mit quer gespannten Schirmen geschmückt:P1270024Da diese Straße zum Gouverneurspalast führt und die Leute gerade gegen ihren korrupten Gouverneur zu demonstrieren begannen, war sie aber abgesperrt:P1270027

Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Festung El Morro auf einer Halbinsel im Norden der Altstadt.P1270114P1270148P1270115 P1270116P1270134Nicht nur die Besichtigung ist interessant, sondern die Lage der Festung auf einem Felsen am Ende des weiten baumlosen Glacis sorgt auch für großartige Ausblicke:P1260991P1270012P1260948Zwischen Festung und Meer liegt der alte Friedhof und das berüchtigte Viertel La Perla, auf dessen bunt bemalte Dächer man hinabsieht:P1270112 P1270106P1270069

Außerdem gab es in San Juan Wandgemälde …P1260836P1260890… Kunstmuseen …P1260869P1260870und Outdoor-Bibliotheken.P1260891

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GUADELOUPE

Eigentlich hat es uns nur nach Guadeloupe verschlagen, weil man von dort aus sehr günstig den Atlantik überqueren kann, aber die Insel ist wunderschön und auf jeden Fall eine eigene Reise wert. Wir waren zuerst in Le Gosier:P1270170 P1270177 P1270180Dieses putzige Inselchen heißt Îlet du Gosier: P1270188 P1270192Übrigens: In Guadeloupe hat man oft die Küche auf dem Balkon, so wie hier in unserem Hotel:P1270215

Selbstverständlich darf bei einem Karibikinselurlaub auch eine Destilleriebesichtigung nicht fehlen. Diesmal waren wir auf Guadeloupe in der Brennerei Boulogne in der Nähe der Hauptstadt Basse-Terre. Das Besondere an der Rumherstellung auf Guadeloupe und Martinique ist, dass sie den Rum direkt aus dem frischen Zuckerrohrsaft destillieren und nicht wie in fast allen anderen Destillerien auf der Welt aus Melasse. Das nennt man dann Rhum Agricole.P1270307P1270313 P1270323 P1270328 P1270340

Letzte Station auf Guadeloupe war das Fort Royal Resort im Nordwesten der Insel:P1270349P1270344P1270362P1270360Das Hotel liegt in der Nähe des Örtchens Deshaies, das dem ein oder anderen aus der Krimiserie „Death in Paradise“ bekannt sein könnte. In der von der BBC produzierten Serie muss ein englischer Kommissar auf einer fiktiven Karibikinsel Mordfälle lösen. Fast alle Folgen spielen in Deshaies und Umgebung.P1270511P1270413Die Polizeistation der Serie ist in Wirklichkeit das Pfarrbüro. Das Gebäude trägt aber die Plakette „Honoré Police“, die es als Filmkulisse kenntlich macht.P1270414Auch die Restaurants bzw. Bars, in denen sich das Team nach erfolgreich gelöstem Fall zu einem Drink zusammenfindet, gibt es wirklich:P1270435P1270428Auch der berühmte Strand Plage de Grand Anse kam in einer Folge vor:P1270409

Zum Schluss noch meine Lieblingspalme bei Tageslicht und im Sonnenuntergang:P1270375P1270456
Au revoir, Guadeloupe!P1270461Ah nein, einen habe ich noch … ein tropisches Briefkastenarrangement:P1270448