Will man von Ecuador nach Deutschland, liegt die Karibik ja auf dem Weg. Also haben wir im Juli dem Heimaturlaub noch zwei Zwischenstationen vorgeschaltet: Puerto Rico und Guadeloupe.
PUERTO RICO
Nach unserer Ankunft in San Juan sind wir direkt weitergereist zur vorgelagerten Insel Vieques. Dort wollten wir den Leuchtplankton sehen. In einer Bucht in Vieques leben Mikroorganismen, sog. Dinoflagellaten, die bei Bewegung des Wassers ein blaugrünes Licht aussenden. Da man dieses nächtliche Schauspiel aber leider nicht fotografieren kann, gibt es nur Bilder bei Tageslicht.
Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Man fliegt mit einer Britten-Norman Islander mit Kapazität für 9 Passagiere:
Jeder darf ins Cockpit, die Räder sind kaum größer als die unseres Ford Explorer und man kann sogar das Fenster aufmachen.
Auf Vieques gibt es neben der sog. „Bio-Bay“ auch wunderschöne Strände, die immer wieder von wilden Pferden besucht werden:
Manchmal muss man mit dem Abduschen eben warten, bis die Pferde getrunken haben. Es ist definitiv nicht überlaufen und man findet immer einen gemütlichen Schattenplatz unter einer Palme.



Nächste Station auf unserer Rundfahrt in Puerto Rico war die Stadt Ponce im Süden der Insel. Dort gibt es nicht besonders viel zu sehen außer der berühmten alten Feuerwehrstation …
… und einem Kunstmuseum:
Danach fuhren wir in den Westen der Insel in den gemütlichen Strandort Rincón. Hier ein Blick auf die Hotelanlage:
Hier ist die Westspitze Puerto Ricos:
Es war kein Zufall, dass Anfang der 60er hier im extremen Westen möglichst weit weg von San Juan ein kleines Atomkraftwerk gebaut wurde. Zum Glück ist die Anlage nicht mehr in Betrieb, aber sie gibt heute dem sog. Domes Beach sein skurriles Aussehen:
Weitere Eindrücke aus der Umgebung:


Hier gibt es ein kleines Haus, quadratisch, eine Palme an jeder Ecke, Rasen frisch gemäht, zu verkaufen:
Außerdem mit Blick auf die in Puerto Rico endemische Spiralpalme (Diese Information ist nicht belegt.)
In den Bergen in der Mitte der Insel gibt es ein riesiges Radioteleskop, das einmal das größte der Welt war und vor allem durch seinen Einsatz im James Bond-Film Golden Eye berühmt wurde, das Arecibo Observatory:
Der Spiegel hat einen Durchmesser von 305 Metern. In 137 Metern Höhe hängt die 800 Tonnen schwere Instrumentenplattform. 
In der ganzen Anlage sind jede Menge Stahlseile verbaut:
Im Kontrollzentrum laufen uralte Rechner, manche schon seit über 20 Jahren ohne Unterbrechung:
Puerto Ricos Hauptstadt San Juan ist vor allem berühmt für seine schön renovierte koloniale Altstadt:






Diese Statue erinnert an den Gründer San Juans und Entdecker Floridas, Juan Ponce de León.
Es ist schwierig zu fotografieren, aber das Pflaster der Altstadt schimmert ganz blau.
Eine Straße der Altstadt ist mit quer gespannten Schirmen geschmückt:
Da diese Straße zum Gouverneurspalast führt und die Leute gerade gegen ihren korrupten Gouverneur zu demonstrieren begannen, war sie aber abgesperrt:
Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Festung El Morro auf einer Halbinsel im Norden der Altstadt.


Nicht nur die Besichtigung ist interessant, sondern die Lage der Festung auf einem Felsen am Ende des weiten baumlosen Glacis sorgt auch für großartige Ausblicke:

Zwischen Festung und Meer liegt der alte Friedhof und das berüchtigte Viertel La Perla, auf dessen bunt bemalte Dächer man hinabsieht:


Außerdem gab es in San Juan Wandgemälde …
… Kunstmuseen …
und Outdoor-Bibliotheken.
GUADELOUPE
Eigentlich hat es uns nur nach Guadeloupe verschlagen, weil man von dort aus sehr günstig den Atlantik überqueren kann, aber die Insel ist wunderschön und auf jeden Fall eine eigene Reise wert. Wir waren zuerst in Le Gosier:
Dieses putzige Inselchen heißt Îlet du Gosier:
Übrigens: In Guadeloupe hat man oft die Küche auf dem Balkon, so wie hier in unserem Hotel:
Selbstverständlich darf bei einem Karibikinselurlaub auch eine Destilleriebesichtigung nicht fehlen. Diesmal waren wir auf Guadeloupe in der Brennerei Boulogne in der Nähe der Hauptstadt Basse-Terre. Das Besondere an der Rumherstellung auf Guadeloupe und Martinique ist, dass sie den Rum direkt aus dem frischen Zuckerrohrsaft destillieren und nicht wie in fast allen anderen Destillerien auf der Welt aus Melasse. Das nennt man dann Rhum Agricole.

Letzte Station auf Guadeloupe war das Fort Royal Resort im Nordwesten der Insel:


Das Hotel liegt in der Nähe des Örtchens Deshaies, das dem ein oder anderen aus der Krimiserie „Death in Paradise“ bekannt sein könnte. In der von der BBC produzierten Serie muss ein englischer Kommissar auf einer fiktiven Karibikinsel Mordfälle lösen. Fast alle Folgen spielen in Deshaies und Umgebung.
Die Polizeistation der Serie ist in Wirklichkeit das Pfarrbüro. Das Gebäude trägt aber die Plakette „Honoré Police“, die es als Filmkulisse kenntlich macht.
Auch die Restaurants bzw. Bars, in denen sich das Team nach erfolgreich gelöstem Fall zu einem Drink zusammenfindet, gibt es wirklich:
Auch der berühmte Strand Plage de Grand Anse kam in einer Folge vor:
Zum Schluss noch meine Lieblingspalme bei Tageslicht und im Sonnenuntergang:

Au revoir, Guadeloupe!
Ah nein, einen habe ich noch … ein tropisches Briefkastenarrangement:
