In den Osterferien 2016 wollten wir auf den Antillen chillen. Da kam es uns sehr gelegen, dass die Fluggesellschaft InselAir seit einigen Monaten von Quito aus direkt nach Aruba fliegt. Von dort ist es dann nochmal ein kleiner „Hüpfer“ mit einer Propellermaschine nach Curaçao. 
Von rechts nach links die Flaggen von Curaçao, den Niederlanden und Sint Maarten. Zusammen mit Sint Maarten in der nordöstlichen Karibik bildet Curaçao einen mehr oder weniger selbständigen Teil des Königreichs der Niederlande.
In der Nähe der Jan-Thiel-Bucht hatten wir ein tolles Ferienhaus mit Pool, Meerblick und Eiswürfelmaschine:

Meereswohnzimmer
Terassenwohnzimmer
Öltanker im Sonnenuntergang
Kreuzfahrtschiff bei Nacht
WILLEMSTAD
Die Hauptstadt der Insel wurde 1634 gegründet, als die Niederländer die Insel eroberten. Ihr Wahrzeichen ist die sog. Handelskade, eine kleine Uferstraße mit niederländisch-kolonialen Häusern – teilweise aus dem 18. Jahrhundert, also ein wenig wie Amsterdam, nur deutlich bunter:


Auf Curaçao ist es ja das ganze Jahr über bullenheiß. Deshalb haben sich die Wirte in der Handelskade ein innovatives Kühlsystem einfallen lassen. In den Sonnenschirmen verlaufen dünne Schläuche, die ständig etwas Wasser ganz fein versprühen:
Auch sonst findet man in Willemstad stellenweise noch farbenfrohe Kolonialarchitektur:
z.B. das venezolanische Konsulat

Allerdings sind nur wenige Straßen so gut erhalten wie die Handelskade.


Blick auf Otrobanda auf der anderen Seite der Einfahrt zur Hafenbucht Schottegat. Über die Hafeneinfahrt führt die Königin-Emma-Brücke, eine Pontonbrücke, die mit einem Motor ausgestattet ist und komplett zur Seite fahren kann, so dass sogar große Kreuzfahrtschiffe in die Bucht fahren können:
Wie viele karibische Hafenstädte ist Willemstad stellenweise auch auf Kreuzfahrttouristen ausgelegt .
Auch große Segelschiffe auf Karibikrundfahrt legen hier an.
Da Venezuela nur ca. 80 km entfernt ist und Curaçao so trocken ist, dass dort kaum etwas wächst, kommen die venezolanischen Obst- und Gemüsehändler mit ihren Booten nach Willemstad und bilden den sog. „Floating Market“:


In dieser von außen zugegebenermaßen wenig ansprechenden alten Markthalle, kann man die lokalen Spezialitäten probieren. Hier die berühmte Schleimsuppe „Yambo“ mit Okra und undefinierbaren Fleisch- und Fischstückchen. Als Beilage gibt es „Funchi“ – eine Art Polenta:
Eine weitere Spezialität von Curaçao ist die Leguansuppe. Die war aber leider gerade aus, als wir da waren. Das Suppenfleisch sprang noch lebendig im Dornengestrüpp bei unserem Ferienhaus rum:
Blue Curaçao – Viele denken, wenn sie den Namen Curaçao hören, zuerst an leuchtend blaue Cocktails. Der Likör aus Bitterorangen wird noch immer auf der Insel hergestellt. Allerdings ist die Bezeichnung nicht geschützt, so dass auf der ganzen Welt ähnliche Produkte als „Blue Curaçao“ vermarktet werden. Das Original wird hier hergestellt: 

Am Strand – Curaçao hat viele kleine, wunderschöne Strände. Einige davon haben wir uns angeschaut:
Dieser Strand nennt sich „Grote Knip“ und liegt eher im Norden der Insel. Dort kann man es sich gemütlich machen:

Der Jan-Thiel-Strand in der Nähe unseres Ferienhauses ist zwar sehr schön, aber er war uns doch zu voll. Flyboarding ist hier sehr populär. Wir haben uns das aber nur mal von weitem angesehen:
Man kann aber am Jan-Thiel-Strand abends wunderbar essen. Die Tische stehen direkt im Sand, ein paar Meter vom Wasser entfernt.
Sehr schön, wenn auch sehr klein, ist der Hemingway Beach beim gleichnamigen Restaurant:

Besonders spannend für die Kinder ist ein Besuch im Sea Aquarium:


Während die Westküste viele Strände bietet, ist die Vegetation an der Ostküste fast wüstenhaft und das Meer wild:

Auch der Osterhase kam nach Curaçao und versteckte jede Menge Eier:
Am Ostermontag gab es in Willemstad eine sehr bunte und sehr laute Parade, das sog. „Seu“, ursprünglich eine Art Erntedank-Umzug:

Auch wenn manche Gesichter hier sehr ernst erscheinen – Humor hatten sie schon:
Und natürlich wurde auch auf Curaçao hinten mitgefahren:
ARUBA
Auf dem Rückweg hatten wir noch einen Nachmittag Zeit, um uns kurz in Oranjestad, der Hauptstadt der Nachbarinsel Aruba, umzusehen. Aruba ist ganz anders als Curaçao. Dort gibt es sehr große Luxus-Resorts, kilometerlange Strände und Oranjestad wirkt wie eine riesige Casino-Mall für Kreuzfahrttouristen:


Zu guter letzt:




























Der Innenhof vor unserem Zimmer
Unser Zimmer
Unser Badezimmer



















Die Mitgliedschaft in diesem Club schlägt mit 7.500 US-Dollar pro Jahr zu Buche. Eine Aufnahmegebühr in unbekannter Höhe kommt auch noch hinzu.











Die Fahrgeschäfte auf der Kirmes von Viñales entsprechen nicht ganz dem Standard der kapitalistischen Unterhaltungsindustrie, aber den Kindern macht’s trotzdem Spaß.


Das ist der Paradeplatz vor dem Che-Mausoleum.
Ende Dezember 1958 hat eine Einheit unter dem Kommando Che Guevaras in Santa Clara einen Panzerzug der Regierungstruppen entgleisen lassen und dabei jede Menge Waffen und Munition erbeutet. Dieser Erfolg gilt als Entscheidung im Kampf der kubanischen Revolution gegen das Batista-Regime. Der Diktator floh am 1. Januar 1959 in die Dominikanische Republik. Einige Waggons sind noch da.










Plattenbau unter Palmen – wenigstens ist das Wetter besser als in Marzahn.





Daneben hat man eine Stadt gegründet mit dem romantischen Namen „Ciudad Nuclear“. Viele der Plattenbauten stehen leer, da hier eigentlich mal die Arbeiter des Atomkraftwerkes wohnen sollten




… die Festung Tres Reyes del Morro (ab 1589), die die Hafeneinfahrt bewacht …
… die Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert …






… el Cristo de la Habana …





































Rechts fahren Fahrräder oder Pferdekarren und auf dem Mittelstreifen springen ab und an Leute aus dem Gebüsch, die Orangen oder Truthähne verkaufen wollen. Man muss nur auf die Schlaglöcher aufpassen.




„Bis zum Sieg – immer“
„Das Wort lehrt, das Beispiel führt.“
„Unser bester Freund“ (Hugo Chávez, Ex-Präsident von Venezuela)
„Niemand wird sich ergeben – das schwören wir!“














Der Präsidentenpalast erstrahlte in den Farben Quitos: rot und blau.